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-Finanzausschuss lässt
Haushaltsberatungen für 2012 platzen -
Wahlkampf auf dem Rücken der Kinder
- In Lindau gehr nichts voran
!!!
- Die Freie Bürgerschaft
Lindau nominiert Oberbürgermeisterin Petra
Meier to Bernd-Seidl für die
Oberbürgermeisterwahl 2012
- Die Oberbürgermeisterin der
Stadt Lindau, Petra Meier to Bernd-Seidl
wechselt zur Freien Bürgerschaft Lindau
- Langjährige Forderung der
Freien Bürgerschaft wird umgesetzt: Mit der
Sanierung der Schulen wird 2011 begonnen
- Freie Bürgerschaft fordert
Bürgerentscheid zum Thema Inselhalle
- Freie Bürgerschaft fordert
die Einspeisung von Biogas in das Lindauer
Erdgasnetz
- Streit zwischen Konstanz und
Lindau ist beigelegt
- Landrat gefährdet die
Zukunft des Stadtbusses
- Die Freie Bürgerschaft
trauert um Konrad Bänziger
- Die Freie Bürgerschaft
kämpft erfolgreich gegen Hochhaus mit Pultdach
in Alt-Reutin
- Die Freie Bürgerschaft bringt Vorschlag zur Anbindung des Eichwaldbades
an den Stadtbus ein
- Die Freie Bürgerschaft Lindau spricht sich gegen die Schließung von
Grundschulen in Lindau aus
- Kandidat der Freien
Bürgerschaft erhält anonymen Drohbrief
- Neue Feuerwehr-Hauptwache
soll in Reutin entstehen
- Investitionen in unsere
Schulen und die Schaffung von Krippenplätzen
sind für die Freie Bürgerschaft vordringliche
Aufgaben
- Freie Bürgerschaft Lindau
fordert eine vernünftige Verkehrsregelung am
Berliner Platz
- Freie Bürgerschaft Lindau
fordert, dass die Sicherung des Trinkwassers aus
Handwerks im Kreistag beraten wird
- Sicherheitsdienst soll den
Lärm in der Grub bekämpfen
- Lindau auf der Suche nach
dem richtigen Standort für ein Tagungszentrum
- Die Hepachstraße zwischen
Kindergarten und Schule bekommt einen Gehweg
- Freie Bürger fordern die
Renovierung des Pausenhofs der Grundschule Insel
- Hauptausschuss wollte
weiterhin am Lindauer Jahrmarkt die Lindauer
Geschäfte ausgrenzen
- Freie Bürger pflanzen
Christbaum für Aeschach
- Unterstützung für das
Verkehrskonzept von ProLindau
- Ruftaxi-Busse auch für
Lindau
- Lkw-Maut bringt Lindau neue
Belastungen
Proteste gegen Autobahngebühren im
Grenzbereich
- Kosten sparen mit anderen
Rechtsformen - Jürgen Spahl in Lindau (B)
- Protest gegen die Änderungen des Freistaates Bayern bei der Finanzierung der Kindergärten
- Die Beseitigung der
Bahnschranken vor der Insel sind wieder ein
vordringliches Ziel in Lindau
- Stadtrat möchte am
Inselhallenparkplatz ein Parkhaus mit einem
Lebensmittelgeschäft
-Kreisverkehr in Oberreitnau "Gerda-Hellmann-Platz"
- Limare - Kosten und kein Ende
- Weiterhin gute Kontakte
zwischen Lindau und Lindau
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Finanzausschuss lässt
Haushaltsberatungen für 2012 platzen -
Wahlkampf auf dem Rücken der Kinder
21.11.2011: Eine Mehrheit aus CSU, SPD und
Freien Wählern vertagen die Haushaltsberatungen
für 2012 in den Februar 2012. Damit kann die
Stadt Lindau die Förderanträge für
Krippenplätze für den Kath. Kindergarten
Aeschach, den Evang. Kindergarten Aeschach und
den Kath. Kindergarten Oberreitnau nicht mehr
rechtzeitig stellen. Die vorgesehenen
Neubau- bzw. Sanierungsmassnahmen werden damit
in Frage gestellt. Auch alle weiteren
Neuprojekte (Hochwasserschutz,
Feuerwehrhauptwache, ... ) müssen somit vorerst
gestoppt werden.
Auf Vermittlung von Frau Oberbürgermeisterin
Seidl zwischen den Fraktionen wurde doch noch im
Dezember 2011 ein vorläufiger Haushalt für
2012 einstimmig verabschiedet. Somit können die
wichtigsten Maßnahmen für 2012 in Angriff
genommen werden. Nach dem OB-Wahlkampf sollen
die noch offenen Themen (Inselhalle usw.) in
einem Nachtragshaushalt festgeschnürt
werden.
In Lindau geht nichts voran
!!!
So heißt es an vielen Stammtischen. Sehr
schnell werden Neuerungen als
selbstverständlich abgetan. Dabei wurde in den
vergangenen Jahren viel erreicht:
- Neubau Kath. Kindergarten Insel
- Generalsanierung des Evang. Kindergarten
Insel inkl. Schaffung von Krippenplätzen
- Familienzentrum inkl. Krippenplätze
- Neueinrichtung von Ganztagesunterricht an
städtischen Schulen
- Einrichtung von Krippenplätzen in
verschiedenen Kindergärten
- Projekt "Soziale Stadt Zech"
- Wohneigentum statt Wohnblocks im Oberen
Rothenmoos
- Umwandlung der GWG in ein erfolgreiches
Unternehmen
- Sanierung des Seniorenheims Reutin
- Rettung des Evang. Heilig Geist Hospitals
- Umgestaltung des Reutiner Rathauses für
Reutiner Vereine
- Umgestaltung des Freizeitzentrums
Oberreitnau für Vereine
- Umgestaltung der Unterreitnauer Schule für
Vereine
- Bau des Eisstadions
- Sanierung der Dreifachturnhalle
- Erhalt aller Lindauer Bäder durch neue
Betreiberkonzepte
- Ausweisung eines Gewerbegebietes an der
Autobahn und Bestückung mit erfolgreichen
Unternehmen
- Verbesserung der Verkehrssituation durch
den Bau verschiedener Kreisverkehre
- Verhinderung der Abfahrten von der B-31
- Neue Stadtbücherei
- Villa Leuchtenpark (Knoten gelöst)
- Erwerb des Lindauer Hafens für die Stadt
In der Umsetzung sind:
- Generalsanierung der Grund- und
Mittelschule Reutin
- Neubau des Kath. Kindergartens Aeschach
inkl. Einrichtung von Krippenplätze
- Sanierung des Evang. Kindergartens Aeschach
inkl. Einrichtung von Krippenplätzen
- Schaffung von Krippenplätzen im
Kindergarten Oberreitnau
- Bau einer neuen Feuerwehrhauptwache
- Verabschiedung eines neuen
Flächennutzungsplans
- Umwandlung Lindaus in einen
High-Tech-Standort im Bereich der
Telekommunikation
- Bau von Bahnunterführungen vor der Insel
- Einrichtung eines zusätzlichen
Bahnhaltepunktes in Reutin bei Beibehaltung
des Hauptbahnhofs auf der Insel
Ist das alles nichts ????
Die Freie Bürgerschaft Lindau
nominiert Oberbürgermeisterin Petra Meier to
Bernd-Seidl für die Oberbürgermeisterwahl 2012
Einstimmig nominierten die Mitglieder der
Freien Bürgerschaft Lindau am 29.09.2011 Frau
Oberbürgermeisterin Petra Meier to Bernd-Seidl
für die Oberbürgermeisterwahl 2012. Neben den
Mitgliedern nahmen zahlreiche Bürgerinnen und
Bürger an der Nominierungsversammlung teil und
signalisierten damit ihre Unterstützung.
Die Oberbürgermeisterin der
Stadt Lindau, Petra Meier to Bernd-Seidl
wechselt zur Freien Bürgerschaft Lindau
Die parteilose Oberbürgermeisterin der Stadt
Lindau, Petra Meier to Bernd-Seidl, bisher
Mitglied der CSU-Kreistagsfraktion, wechselte am
17.02.2011 zur Fraktion der Freien Bürgerschaft
Lindau. Hintergrund ist das Verhalten der CSU
Lindau ihr gegenüber. (Der Text ihrer
Erklärung finden Sie in der Spalte nebenan)
Langjährige Forderung der
Freien Bürgerschaft wird umgesetzt: Mit der
Sanierung der Schulen wird 2011 begonnen
Mit einer langjährigen Forderung der Freien
Bürgerschaft Lindau, der Sanierung der Lindauer
Schulen, wird 2011 begonnen. Begonnen wird mit
der Grund- und Hauptschule Reutin. Rund sieben
Millionen Euro wird diese Sanierung kosten. Der
Finanzausschuss segnete am 23.11.2010 das
Gesamtfinanzierungs-Konzept einstimmig ab. Es
ist davon auszugehen, dass der Stadtrat in
seiner Sitzung am 30.11.2010 diesen Beschluss
bestätigen wird. Mit der Fertigstellung dieser
Sanierung wird 2015 gerechnet. Bis dahin wird
die Sanierung weiterer Schulen anstehen.
Freie Bürgerschaft fordert
Bürgerentscheid zum Thema Inselhalle
In ihrer Mitgliederversammlung am 24.11.2010
forderte die Freie Bürgerschaft Lindau die
Durchführung eines Bürgerentscheides zum Thema
Inselhalle. Es zeichne sich ab, dass die
Sanierung und Erweiterung der Inselhalle nur mit
Steuererhöhungen zu finanzieren sei. Alle Vor-
und Nachteile des Projektes sollten sachlich
gegenübergestellt werden. Die Bürger sollten
umfangreich informiert werden und dann die
Möglichkeit bekommen, darüber zu entscheiden,
ob das Projekt umgesetzt wird.
Streit zwischen Konstanz und
Lindau ist beigelegt
(Oktober 2009) Zu einem für beide Seiten
tragbaren Kompromiss kam es im Streit um den
Lindauer Hafen zwischen den Städten Konstanz
und Lindau. Beide Seiten einigten sich darauf,
dass der Hafen nun endgültig in den Besitz der
Stadt Lindau übergehen wird. Gleichzeitig
erhalten die Bodensee-Schifffahrtsbetriebe
(BSB), welche im Besitz der Stadtwerke Konstanz
sind, das Nutzungsrecht für die für sie
notwendigen Belange. Auf Erbpacht erhalten die
Konstanzer die dafür notwendigen Gebäude und
Einrichtungen.
Dieser Kompromiss entspricht im Wesentlichen
den Verhandlungsergebnissen der
Stadtratsfraktion der Freien Bürgerschaft
Lindau mit der Fraktion der Freien Wähler
Konstanz aus dem Sommer 2008.
Landrat gefährdet die Zukunft
des Stadtbusses
Einstimmig beschloss der Stadtrat, dass der
Erfolg des Stadtbusses mit einer eigenen
Gesellschaft fortgeführt und ausgebaut werden
soll. Unter Berücksichtigung der neuen
gesetzlichen Vorgaben, ist dies der beste Weg.
Ein Tarifverbund mit den angrenzenden Linien des
Landkreises wäre möglich. Rückendeckung gab
es auch vom Bayerischen Wirtschaftsministerium.
Nur eine Formsache war in der Vergangenheit die
zeitlich begrenzte Übertragung der Trägerschaft
des ÖPNVs im Stadtgebiet vom Landkreis auf die
Stadt. Nicht so diesmal. Obwohl ein
entsprechender Antrag dem Landratsamt seit März
vorliegt, wollte Landrat Stegmann eine
Entscheidung kürzlich im Ausschuss vertagen und
auch in der anstehenden Kreistagssitzung sollte
ursprünglich noch keine Entscheidung getroffen
werden. Damit könnte die Stadt die Fristen für
eine unterbrechungsfreie Fortführung nicht mehr
einhalten. Es stellt sich die Frage, was Landrat
Stegmann damit bezweckt? Möchte er den Stadtbus
zerschlagen oder zusammen mit der RBA übernehmen?
Ist der Landkreis etwa bereit, ein jährliches
Defizit von ca. 1,7 Mio. Euro zu tragen? Denn
nur wer zahlt, schafft an.
Die Freie Bürgerschaft
trauert um Konrad Bänziger
Im Alter von 82 Jahren verstarb der
langjährige Vorsitzende der Freien
Bürgerschaft Lindau Konrad Bänziger.
Fünfzehn Jahre leitete er die Freien Bürger.
Von 1978 bis 2002 war er für die Freie
Bürgerschaft Lindau im Stadtrat und von 1984
bis 2002 im Kreistag. Durch seine Arbeit hat er die Freie
Bürgerschaft geprägt. Die Freie Bürgerschaft
wird ihn dankbar im Andenken bewahren.
Die Freie Bürgerschaft
kämpft erfolgreich gegen Hochhaus mit Pultdach
in Alt-Reutin
Wäre es nach der Mehrheit im Bauausschuss
aus CSU und Bunter Liste gegangen, wäre das
alte Schulhaus in Reutin abgerissen und durch
einen modernen Neubau mit Pultdach ersetzt
worden. In der Bauvoranfrage wurden alle
Maximalgrenzen für diesen Bau ausgenutzt. Das
Gebäude hätte in keinster Weise zur
umliegenden Bebauung gepasst. In den Grenzen der
alten Brauerei, der evangelischen Kirche, dem
heutigen Schulhaus und dem angrenzenden alten
Reutiner Rathaus entspricht die Struktur der
Bebauung noch dem alten Reutiner Ortsbild. Dies
wäre mit dem massiven Neubau zerstört worden.
Nach zahlreichem Protest, angeführt durch
Martin Rupflin, setzte Frau Oberbürgermeisterin
Seidl den Vollzug des Beschlusses aus. In der
April-Sitzung hob der Bauausschuss mehrheitlich
seinen Beschluss auf. Über die Zukunft des
Gebäudes und eines möglichen verträglichen
Neubaus soll in naher Zukunft entschieden
werden.
Die Freie Bürgerschaft bringt
Vorschlag zur Anbindung des Eichwaldbades an den
Stadtbus ein
In einem Schreiben an den Geschäftsführer
der Stadtwerke Lindau schlägt die Freie
Bürgerschaft vor, in den Sommermonaten Juni bis
August den Verstärkerbus der Linie 3 über den
Kamelbuckel zum Strandbad Eichwald zu leiten.
Dort solle er umdrehen und sich im Heuriedweg
dem aus Zech zurückkehrenden Bus der Linie 3
wieder anschließen. Dieser Verstärkerbus wird
in erster Linie dafür gebraucht, um dem Bedarf
zwischen ZUP und Lindaupark gerecht zu werden.
Zwischen Lindaupark und Zech würde ein großer
Bus vom Typ MAN meistens ausreichen. Dennoch
fährt dieser zusätzliche Bus durchgehend
zwischen ZUP und der Grenzsiedlung in Zech. Die
Freie Bürgerschaft weist in ihrem Schreiben
auch darauf hin, dass während der Zeit des
Berufsverkehrs in den Morgenstunden der
Verstärkerbus auch weiterhin die Linie 3 bis
Zech verstärken könne, weil zu dieser Zeit der
Andrang in Richtung Eichwaldbad noch gering sei.
Abschließend weisen die Freien Bürger darauf
hin, dass mit einer solchen Umleitung des
Verstärkerbusses die Anzahl der zu fahrenden
Kilometer und damit die Kosten für die
Stadtwerke etwas verringert und gleichzeitig das
Angebot für die Bürger verbessert werden
könne.
Freie Bürgerschaft Lindau
spricht sich gegen die Schließung von
Grundschulen in Lindau aus
Gegen die von CSU-Stadtrat Thomas Hummler ins
Gespräch gebrachte Schließung von einzelnen
Grundschulen in Lindau spricht sich die Freie
Bürgerschaft Lindau aus. Kinder im
Grundschulalter müssen kurze Wege zur Schule
haben. Lindau hat ein vorbildliches Netz an
Grundschulen im Stadtgebiet. Es ist Aufgabe der
Stadt, dieses Netz zu erhalten.
Kandidat der Freien
Bürgerschaft erhält anonymen Drohbrief
Einen anonymen Drohbrief mit der Ankündigung
einer Gewalttat bekam Stadtratskandidat Ralf
Guggenmos. Der Verfasser des Drohbriefes
unterstellte der Freien Bürgerschaft, in
Abhängigkeit von arabischen Investoren am
Bahnhof eine Moschee errichten zu wollen. Dabei
wurden islamische Symbole verunglimpft. Ralf
Guggenmos, der bis zu seiner Pensionierung als
Pfarrer tätig war, stellte Strafanzeige gegen
den Verfasser. Er stellte gleichzeitig klar,
dass er sich seit seiner Jugend für den
Brückenbau zwischen den unterschiedlichen
Kulturen einsetze. Er sei überzeugt, dass es
ohne Religionsfrieden keinen Weltfrieden geben
könne. Die Drohung mit Gewalt und wie sich der
anonyme Schreiber pauschal gegen den Islam wende
erschrecke ihn sehr. "Wo soll das
enden?"
Neue Feuerwehr-Hauptwache soll
in Reutin entstehen
Gegen die Stimmen von Wählerinitiative
Lindau (FW-WL), Bunter Liste, ÖDP und Stadtrat
Hermann Dorfmüller (SPD) entschied sich der
Stadtrat für einen Neubau einer
Feuerwehr-Hauptwache im Heuried in Reutin.
Auch das THW, welches bereits seit längerem
einen Neubau benötigt, kann an dieser Stelle
mit untergebracht werden. Daraus ergeben sich
eine Vielzahl von Synergie-Effekten, welche zu
erheblichen Kostenersparnissen führen
werden.
Der Umzug der Hauptwache von der Insel auf
das Festland wurde notwendig, um trotz des
Rückgangs der Anzahl an aktiven Feuerwehrleuten
weiterhin die notwendige Bereitschaft
sicherzustellen. Es wurde berücksichtigt, wo
die aktiven Feuerwehrleute wohnen und arbeiten
und wo die überwiegenden Einsatzorte für die
immer vielfältigeren Aufgaben der Feuerwehr
liegen. Nach sorgfältiger Abwägung aller
denkbaren Standorte kristallisierte sich der
Platz hinter der Firma Grübel als der mit
Abstand beste Standort heraus. Der Abstand zur
nächsten Wohnbebauung beträgt an dieser Stelle
mehr als 60 Meter. An allen anderen Standorten
wäre die nächste Wohnbebauung wesentlich
näher gewesen. Auch nach der Verlagerung der
Hauptwache auf das Festland wird eine kleine
Einheit mit zwei Fahrzeugen auf der Insel
verbleiben. Gemäß Vereinbarung mit der
Deutschen Bahn werden im Falle einer Alarmierung
wegen einem Brandfall auf der Insel die
Schranken vor der Insel für zehn Minuten offen
gehalten und der entsprechende Zugverkehr
gestoppt. Somit kann eine notwendige Verstärkung
vom Festland zuverlässig zugeführt werden.
In der Stadtratsitzung vom 24.03.2010
bestätigte der Stadtrat mit den Stimmen der
Freien Bürgerschaft Lindau und der Mehrzahl der
Stimmen der CSU diese Vorgehensweise.
Gleichzeitig deckelte der Stadtrat den
städtischen Anteil an der Baukosten auf 3
Millionen Euro.
Die Freie Bürgerschaft Lindau bedankte sich
bei den Einsatzkräften von Feuerwehr und THW
für die zahlreichen Einsätze für die
Bürgerinnen und Bürger. Bedauert werde jedoch
der Rücktritt von 24 Feuerwehrleuten der alten
Inselwache wegen unterschiedlicher Meinungen mit
dem Kommandanten zur Drehleiter. In einer
Pressemitteilung forderte die Freie
Bürgerschaft die ausgetretenen
Feuerwehrleute auf, wieder einzutreten und die
Unstimmigkeiten in der Feuerwehr intern zu
regeln.
Investitionen in unsere
Schulen und die Schaffung von Krippenplätzen
sind für die Freie Bürgerschaft vordringliche
Aufgaben
Die Investition in unsere Schulen und die
bedarfsgerechte Schaffung von Krippenplätzen
bezeichnete Günther Brombeiß im
Bürgergespräch der Freien Bürgerschaft in
Oberreitnau als eine der wichtigsten Aufgaben
der Stadt in den nächsten Jahren. Wie bereits
in den Haushaltsberatungen der vergangenen Jahre
forderte er mehr Geld für den Unterhalt der
städtischen Schulen bereitzustellen. Der
Zustand mancher Schulen sei katastrophal. Gute
Jugendeinrichtungen und gute Schulen seien eine
Investition in unsere Jugend und damit eine
Investition in unsere Zukunft.
Bei der Schaffung von Krippenplätzen
forderte er vordringlich die Kindergärten zu
unterstützen, die Krippenplätze einrichten
wollen, bevor neue Einrichtungen geschaffen
werden. Es müsse genau abgewogen werden,
ob die Stadt durch die Schaffung neuer Plätze
gleichzeitig die bestehenden Kindergärten
aufgrund der rückgängigen Geburtenzahlen in
Bedrängnis brächten. Wichtig sei auch eine
dezentrale Verteilung der Krippenplätze im
Stadtgebiet. Sollte dennoch eine Unterversorgung
in einzelnen Stadtteilen bestehen, stehe die
Stadt jedoch in der Pflicht, dies mit neuen
Einrichtungen auszugleichen.
In der Stadtratsitzung vom 29.01.2008 legte
die Stadtverwaltung erste Bedarfszahlen vor.
Danach liegt der Bedarf bei ca. 90
Krippenplätzen. Folgende Kindergärten haben
sich bereiterklärt Krippenplätze einzurichten:
Evang. Kindergarten St.Stephan -
Insel 12
Plätze
Kindergarten Arche Noah - Reutin
12 Plätze
Evang. Kindergarten Reutin
3 - 5 Plätze
Evang. Kindergarten Aeschach
5 Plätze
Aufgrund der Geburtenstatistik ist im
Stadtteil Reutin mit Abstand mit dem größten
Bedarf zu rechnen. Mit den Stimmen von Freier
Bürgerschaft Lindau und CSU wurde beschlossen,
im Stadtteil Reutin ein Familienhaus mit ca. 30
Krippenplätzen zu errichten.
Freie Bürgerschaft fordert
eine vernünftige Verkehrsregelung am Berliner
Platz
In einem Antrag fordert die Freie
Bürgerschaft die Verkehrsregelung am Berliner
Platz im Hauptausschuss zu beraten. In seinem
Schreiben weist Brombeiß darauf hin, dass
täglich auf diesem Platz gefährliche
Verkehrssituationen entstehen würden. Das
Befahren dieses Verkehrsknotenpunktes mit dem
Fahrrad sei nur unter großer Gefahr möglich.
Zwar gäbe es eine Planung der Stadt zur
Erhöhung der Verkehrssicherheit, diese solle
jedoch erst mit der Bahnhofsverlegung umgesetzt
werden. Nachdem sich die Verhandlungen mit der
Bahn hinziehen, sieht Brombeiß die
Notwendigkeit, zumindest einzelne Maßnahmen
bereits jetzt umzusetzen.
Freie Bürgerschaft Lindau
fordert, dass die Sicherung des Trinkwassers aus
Handwerks im Kreistag behandelt wird
In einem Schreiben an den Landrat Dr. Leifert
fordert der Fraktionsvorsitzende der Freien
Bürgerschaft Lindau im Lindauer Kreistag,
Stephan Bock, dass die Problematik um die
Sicherung des Trinkwassers aus Handwerks im
Kreistag beraten wird. Der Zweckverband
Wasserversorgung Handwerksgruppe versorgt seit
über 90 Jahren die Landkreisgemeinden
Hergensweiler, Sigmarszell und Weißensberg,
sowie die Lindauer Stadtteile Ober- und
Unterreitnau mit qualitativ hochwertigem
Trinkwasser aus einem unterirdischen Fluss. Nun
wurde in unmittelbarer Nähe der Brunnen
Kiesabbau beantragt. Nachweislich gefährdet
dies die Qualität des Wassers. Die
Genehmigungsbehörde, das Landratsamt Lindau hat
die Genehmigung auf unbestimmte Zeit
zurückgestellt, um der Abbaufirma die
Möglichkeit zu geben, neue Gutachten für einen
Kiesabbau vorzulegen. Zwischenzeitlich leben
zahlreiche Bürger in der Ungewissheit, ob ihr
sauberes Trinkwasser auf Dauer gesichert ist.
Dringend notwendige Investitionen der
Handwerksgruppe wurden zurückgestellt.
Sicherheitsdienst soll den
Lärm in der Grub bekämpfen
Seit Jahrzehnten gibt es einen Konflikt
zwischen den Anwohnern und den
Gaststättenbesitzern in der Grub. Einerseits
ist es im Interesse der Stadt, dass unsere
Bürger und unsere Gäste eine lebendige
Innenstadt mit den entsprechenden Lokalen
vorfinden, andererseits soll die Insel auch als
Wohnort wieder attraktiver werden. In den letzen
Jahren spitzte die Situation zu, nachdem bayernweit die Sperrzeit auf 5.00 bis 6.00 Uhr
verkürzt wurde. Nähere Untersuchungen ergaben,
dass, mit wenigen Ausnahmen, nicht die Lokale
der Grund für den Konflikt sind, als vielmehr
die Gäste, die sich lautstark auf der Straße
aufhalten.
Die Stadtverwaltung schlug in der
Hauptausschusssitzung vom 12.03.2007 vor, die
Sperrzeit in der Grub auf 1.00 bis 6.00 Uhr
festzusetzen, was für die meisten Wirte in
dieser Gasse nicht akzeptabel war. Die
Mitglieder des Hauptausschusses einigten sich
mehrheitlich auf einen Beginn der Sperrzeit um
2.00 Uhr und am Wochenende um 3.00 Uhr. Die
Freie Bürgerschaft forderte zudem den Einsatz
eines Sicherheitsdienstes, welcher sich auf der
Straße um Ruhe bemüht. Hintergrund dieser
Forderung ist auch, dass nach Einführung des
Rauchverbots in Lokalen, sich noch mehr Menschen
vor den Lokalen aufhalten werden. Die von der
SPD erneut ins Gespräch gebrachte Sperrzeit ab
01.00 Uhr hätte die Folge gehabt, dass sich die
Wirte nicht bereit erklärt hätten, die
Aufsicht auf der Straße zu finanzieren.
In einer
Sitzung der Freien Bürgerschaft zeigten sich Anwohner
bereit, unter der Voraussetzung dass ein
Sicherheitsdienst auf der Straße kontrolliert, wieder
auf die Wirte zuzugehen, um gemeinsam Lösungen
für die Grub zu erarbeiten. In der gleichen
Sitzung sagten die Wirte zu, einen solchen
Sicherheitsdienst zu beauftragen und gemeinsam
mit den Anwohnern, der Polizei und der
Stadtverwaltung gegen Lärm in der Grub
vorzugehen. Auf Antrag der Freien Bürgerschaft
in der Stadtratsitzung vom 27.03.2007 soll nun ein
Runder Tisch mit Vertretern der Anwohner, der
Wirte, der Stadtverwaltung und der Polizei sich regelmäßig treffen und die Entwicklung in
der Grub begleiten. Laut Bericht der
Stadtverwaltung in der Hauptausschusssitzung im
Oktober 2007 hat sich diese Regelung im Sommer
2007 bereits bewährt.
Lindau auf der Suche nach dem
richtigen Standort für ein Tagungszentrum
Die IHK-Schwaben stellte in der
Stadtratsitzung vom 24.10.2006 ein Konzept für
die Entwicklung der Westlichen Insel vor. Im
Mittelpunkt dieses Konzeptes steht ein neues
Tagungszentrum im und am heutigen Hauptbahnhof. Stellplätze für
Kraftfahrzeuge sollen danach in einer Tiefgarage entstehen.
Die Freie Bürgerschaft Lindau forderte in
der Stadtratsitzung, dass auch Zahlen zu einer
möglichen Renovierung und zu einer möglichen
Erweiterung der Inselhalle vorgelegt werden.
In einer Klausurtagung im Juli 2007 wurden
die ersten Zahlen vorgelegt. Am 17.07.2007
beschloss der Stadtrat mit den Stimmen von
Freier Bürgerschaft, CSU und der
Oberbürgermeisterin, beide Standorte auch im
Hinblick auf die Finanzierbarkeit zu prüfen. In
einer Sondersitzung stellte am 04.12.2007 eine
Projektgruppe mit Namen PELIKO ein Konzept vor,
mit welchem die Inselhalle mit einem
Kostenaufwand von ca. 20 Millionen Euro in eine
moderne Tagungshalle umgebaut werden könnte. In
den Kosten noch nicht berücksichtigt sind ein
notwendiges Parkhaus und die Kosten für einen
notwendigen Neubau für eine verkleinerte
Inselwache für die Feuerwehr. Diese Kosten
werden auf Antrag der Freien Bürgerschaft von
der Stadtverwaltung noch ermittelt.
Gleichzeitig wurde in dieser Sondersitzung
festgestellt, dass sich die Stadt allein die
Finanzierung einer Tagungshalle, gleichgültig
an welchem Standort, nicht leisten kann. Es gibt
zu viele andere wichtige Projekte in Lindau. Die
Freie Bürgerschaft hält es deshalb für
notwendig, Investoren einzubinden. Investoren
können jedoch nur gefunden werden, wenn diese
daran auch etwas verdienen können. Eine
Tagungshalle allein ist dafür ungeeignet. Eine
solche Möglichkeit ergäbe sich jedoch, wenn ein Tagungshotel mit aufgenommen würde.
Eine solche Lösung ist jedoch nur mit dem
Modell der IHK am Bahnhof möglich.
Die Hepachstraße zwischen
Schule und Kindergarten bekommt einen Gehweg
Seit Jahren bemühen sich Eltern der Kinder
des Oberreitnauer Kindergartens für einen
sicheren Gehweg in der Hepachstraße zwischen
der Schule und dem Kindergarten. Zwar wurde vor
einigen Jahren auf Antrag der Freien
Bürgerschaft Lindau direkt in der
unübersichtlichen Kurve am Kindergarten ein
Gehweg errichtet, die Fortführung zur Schule
wurde jedoch seit Jahren aus Kostengründen
geschoben. Auf Anfrage der Freien Bürgerschaft
wurde von der Verwaltung zugesichert, Mittel
für das Errichten eines Gehweges aus dem
Haushalt 2008 bereitzustellen. Jedoch ständen
keinerlei Mittel für den Grunderwerb zur
Verfügung. Die Freie Bürgerschaft setzte sich
deshalb mit dem Grundstückseigentümer in
Verbindung. Dieser sagte zu, die notwendigen
Grundstücksflächen bereits vorab zur
Verfügung zu stellen. Einer Verwirklichung des
Gehweges steht somit nichts mehr im Wege.
Freie Bürger fordern die
Renovierung des Pausenhofs der Grundschule Insel
Als untragbaren Zustand bezeichnete die Freie
Bürgerschaft die Situation des Pausenhofs der
Grundschule Insel. Der Teerboden sei mit
Löchern übersäht und die unbefestigten
Flächen seien bei feuchter Witterung kaum
benutzbar. Seit Jahren würden die
Verbesserungen hinausgeschoben, weil die Zukunft
des benachbarten Realschulgebäudes ungewiss
war. Zwischenzeitlich würde dieser Platz auch
auch nachmittags von der Ganztagsbetreuung der
Grundschule Insel genutzt. Aus diesem Grund
beantragte die Freie Bürgerschaft im Sommer
2006, dass zumindest die unbefestigten Flächen
und die Grünflächen als Spielflächen für
Kinder hergerichtet würden. Diese ständen in
keinerlei Abhängigkeit von der zukünftigen
Entwicklung des Realschulgebäudes. Bei den
Haushaltsberatungen für 2007 wurden auf Antrag
der Freien Bürgerschaft 20.000,-- Euro für
diese Maßnahme eingestellt. Zwischenzeitlich
wurde auf Antrag der Freien Bürgerschaft auch
der Sperrvermerk auf diesem Betrag aufgehoben.
Erste Maßnahmen konnten bereits angegangen
werden. Weitere müssen folgen.
Hauptausschuss wollte
weiterhin am Lindauer Jahrmarkt die Lindauer
Geschäfte ausgrenzen
Entgegen der Position der Freien
Bürgerschaft sollten auch in Zukunft am Lindauer
Jahrmarkt die Verkaufsbuden der Marktleute die
Lindauer Geschäfte zustellen. Dies beschloss
der der Hauptausschuss in seiner Sitzung vom
15.05.2006. Der Aktionskreis Lindau (AKL) hatte
zusammen mit der städtischen Verwaltung ein
Konzept erarbeitet, in dem die Verkaufsbuden in
der breiten Maximilianstraße ab dem nächsten
Jahrmarkt wie früher in der Straßenmitte
Rückseite an Rückseite gestanden wären.
Dadurch wären zwei Gassen entstanden, in denen
jeweils auf der einen Seite die Buden und auf
der anderen Seite die Lindauer Geschäfte sich
befunden hätten. Die einmaligen Kosten, die
daraus entstanden wären, hätte im wesentlichen
der AKL übernommen. Leider wurde dieses Konzept
mit den Stimmen der Bunten Liste, der
Wählerinitiative Lindau und Teilen der CSU und
der SPD abgelehnt. Einige Stadträte waren wohl
neidisch, die Lindauer Kaufleute auf der Insel
könnten vom Lindauer Jahrmarkt
profitieren. Großer Protest und
Unverständnis aus der Kaufmannschaft waren die
Folge.
In der Stadtratsitzung vom 30.05.2006
beschloss der Lindauer Stadtrat, während des
diesjährigen Jahrmarktes versuchsweise die
Buden gemäß dem Antrag des AKL zu stellen.
Weiterhin dagegen stimmten geschlossen die
Fraktionen der Bunten Liste und der
Wählerinitiative Lindau.
Freie Bürger pflanzen Christbaum für Aeschach
Nachdem die Bürger im Stadtteil Aeschach
jahrelang keinen eigenen Weihnachtsbaum hatten,
entschieden sich die Freien Bürger Lindau im
Jahr 2003 den Tannenbaum neben der Sparkasse mit
Lichterketten zu schmücken. Dies wurde im
Advent 2004 wiederholt. Nachdem dieser Baum
jedoch in keinem guten Zustand war, entschieden
sich die Freien Bürger auch einen neuen
Baum zu pflanzen. So wurde am 28.10.2005 in
Zusammenarbeit mit der Baumschule Meyer und der
Gärtnerei Sagawe eine Nordmanntanne
neben der Sparkasse gepflanzt. Ab dem 1. Advent
wird diese Tanne jedes Jahr von der Freien
Bürgerschaft Lindau mit Lichterketten
geschmückt sein. Die Sparkasse Lindau
übernimmt die Kosten für den Strom.
Auch die Stadtwerke Lindau unterstützen die jährliche Beleuchtung.
Unterstützung für das
Verkehrskonzept von ProLindau
Die Freie Bürgerschaft Lindau unterstützt
das Verkehrskonzept aus dem Arbeitskreis Verkehr
des Stadtmarketings. In diesem Arbeitskreis
hatten sich die verschiedenen Verbände auf ein
gemeinsames Verkehrskonzept für alle
Verkehrsteilnehmer in Lindau geeinigt. Dieses
Konzept wird zur Zeit von ProLindau den
verschiedenen Fraktionen vorgestellt und
soll dann dem Gesamtstadtrat als Vorlage für
ein Lindauer Verkehrskonzept dienen.
Ruftaxi-Busse auch für Lindau
Die Freie Bürgerschaft Lindau fordert
bereits seit Jahren die Anbindung der kleineren Ortsteile von
Lindau an das Stadtbussystem durch
Ruftaxi-Busse. Im kommenden Jahr stehen die
Leistungen vom Stadtbus wieder zur Ausschreibung
an. Die Freie Bürgerschaft Lindau wird sich
wiederum für die Einbindung eines
Ruftaxi-Bus-Systems einsetzen.
Lkw-Maut bringt Lindau neue
Belastungen
Proteste gegen Autobahngebühren im Grenzbereich
Die Einführung der Lkw-Maut in Deutschland
wird Lindau neue Belastungen bringen. Diese
Befürchtung äußerte Günther Brombeiß in der
Stadtratsitzung vom 23.09.2003. Lastkraftwagen
aus dem Ausland, welche das Ziel Oberschwaben
oder Kempten haben, werden nach der Einführung der Maut die
Autobahn und somit auch die Umgehungsstraße
B31-neu meiden, um nicht von der elektronischen
Gebührenzählung erfasst zu werden und den Weg
durch die Lindauer Innenstadt suchen. Brombeiß
forderte erneut eine Gebührenfreiheit für das
Autobahnteilstück von der Grenze bis zur
Ausfahrt Weißensberg. Ähnliche Befreiungen
gibt es bereits bei Lörrach und
Saarbrücken.
Am 11.05.2005 lud der Bürgermeister von
Bodolz, Stephan Bock seine Amtskollegen von
Bregenz, Lochau, Lindau, Wasserburg, Nonnenhorn,
Kressbronn, Weißensberg und Sigmarszell zu
einer gemeinsamen Besprechung ein. In
Anwesenheit von Vertretern des Straßenbauamts
Kempten und der Polizei wurde vereinbart,
grenzüberschreitend besser zusammenzuarbeiten,
um die Innenstädte der Bodenseegemeinden vom
Durchgangsverkehr zu entlasten. Eine erste
Aktion war ein gemeinsamer Brief an die
entsprechenden Stellen in Berlin, Wien,
Stuttgart, München, Bregenz und Brüssel. Eine
Unterschriftenaktion für eine Gebührenfreiheit
der Autobahn zwischen Weißensberg und Hohenems
brachte 29.000 Unterschriften. An einem
Protestmarsch am 01.03.2006 von Enzisweiler nach
Bregenz nahmen ca. 600 Bürger teil.
Kosten sparen mit anderen
Rechtsformen
- Jürgen Spahl in Lindau (B)
Die Kostensteigerungen und die Verschuldung in den Griff zu bekommen wird in den nächsten Jahren eine wesentliche Aufgabe der Kommunen sein.
Die längst überfälligen Reformen von Bund und
Land sind bis heute nicht absehbar und weiterhin
werden Kosten von oben an die Gemeinden
weitergegeben. Gute Erfahrungen haben zum Teil andere Gemeinden damit gemacht, dass Teilbereiche der
Gemeindeeinrichtungen in GmbHs umgewandelt wurden.
So berichtete Bürgermeister Jürgen Spahl in
einer öffentlichen Versammlung der Freien
Bürgerschaft am 12.09.2003, dass auf diesem Weg
in seiner Gemeinde Rednitzhembach die Pro-Kopf-Verschuldung in
acht Jahren von 790,-- auf 0,-- Euro gesenkt
werden konnte. Gleichzeitig konnten auch die
Gebühren gesenkt und Leistungen der Gemeinde
für ihre Bürger erweitert werden.
In Lindau beschloss der Stadtrat mehrheitlich
die Stadtwerke Lindau in eine GmbH umzuwandeln.
Eigentümer bleibt zu 100 Prozent die Stadt
Lindau. Die Umwandlung ermöglicht der
Werkleitung schneller und flexibler auf
Veränderungen am Energiemarkt zu reagieren.
Damit kann der Bestand der Stadtwerke besser
gesichert werden.
Protest gegen die Änderungen des Freistaates Bayern bei der Finanzierung der Kindergärten
Leider bestätigen sich die Befürchtungen
der Freien Bürgerschaft mit der Einführung des
neuen Bayerischen Kinderbildungs- und
Betreuungsgesetz (BayKiBiG). Zum 01.09.2006 wurden die Kindergartengebühren in den
städtischen Kindergärten erheblich erhöht.
Gleichzeitig wurde der Verwaltungsaufwand für
alle Kindergartenträger erheblich vergrößert.
Viele Kindergärten sind gezwungen
überwiegend Zeitarbeitsverträge mit ihren
Mitarbeiter einzugehen, weil keine
Planungssicherheit mehr besteht. Grund für
diese Änderungen ist die Absicht des
Freistaates Bayern Geld zu sparen und Kosten an
die Träger der Kindergärten und die Eltern
abzugeben. Es hat nichts genutzt, dass der
Stadtrat auf Antrag der Freien Bürgerschaft in
seiner Sitzung am 25.02.2003 folgende
Resolution verabschiedet hatte:
Der Stadtrat beschließt folgende Resolution
an das Bayerische Sozialministerium für Arbeit
und Sozialordnung, Familie und Frauen zu
verabschieden und fordert gleichzeitig den
Bayerischen Städtetag auf, sich bei der
Bayerischen Staatsregierung entsprechend
einzusetzen.
a) Zu dem bisher in der Erprobungsphase
befindlichen neuen
Fördermodell für Kindergärten muss auch das
Alternativmodell des Aktionsbündnisses
"Kinder brauchen Qualität" in die
Erprobung kommen.
b) Es muss eine Planungssicherheit für das
Kindergartenpersonal bestehen.
c) Die Ausbildung des Fachpersonals muss auf
die erweiterte Betreuungsstruktur von bisher 3-6
Jahren auf 0-14 Jahren abgestimmt werden.
d) Für die Kommunen und Träger dürfen
keine Mehrkosten entstehen.
e) Das Bayerische Sozialministerium wird
aufgefordert, sich gegenüber dem
Aktionsbündnis kooperativ zu zeigen.
In München stieß diese Resolution, der sich
noch mehrere Städte und Gemeinden angeschlossen
hatten, jedoch auf taube Ohren. Das Spargesetz
der Bayerischen Staatsregierung ist
zwischenzeitlich in Kraft getreten. Leider
bewahrheiteten sich zahlreiche
Befürchtungen.
- Die Beseitigung der
Bahnschranken vor der Insel sind wieder ein
vordringliches Ziel in Lindau
In der von der Freien Bürgerschaft Lindau
beantragten Sondersitzung beschloss der Stadtrat
am 28.06.2005 die Bahnübergänge Langenweg und
Bregenzer Straße vor der Insel durch eine
große Bahnunterführung zu ersetzen. Nach
Vorlage aller Zahlen und eingehender Beratungen
stellte sich heraus, dass dies die Lösung ist,
welche schnellstmöglichst und kostengünstig
umgesetzt werden kann. Auch die Folgekosten sind
bei dieser Lösung am günstigsten. Am
Bahnübergang der Bregenzer Straße soll eine Unterführung für Fußgänger und
Radfahrer entstehen.
In den letzten Monaten war die Situation an
diesen Schranken unerträglich geworden.
Zeitweise war die Insel vollkommen
abgeschnitten.
Gleichzeitig wurde beschlossen, die Trasse
der B12-neu nördlich der Kolpingstraße aus den
Planungen der Stadt endgültig zu streichen.
Eine langjährige Forderung der Freien
Bürgerschaft Lindau.
- Stadtrat möchte am
Inselhallenparkplatz ein Parkhaus mit einem
Lebensmittelgeschäft
Auf Antrag der Freien Bürger wurde am
13.03.2001 die Verwaltung beauftragt, den Bau einer Tiefgarage
oder eines Parkhauses am Inselhallenparkplatz vorzubereiten. Seit
vielen Jahren bemüht sich der Lindauer Stadtrat ein neues Konzept für die Parkplätze auf der Insel zu entwickeln. Durch Anti-Auto-Fundamentalismus und Strafaktionen gegen den Lindauer Einzelhandel wurden Konzepte von einer knappen Mehrheit im Stadtrat
lange Zeit blockiert.
Sicherlich sind die Parkplätze nur ein Teilbereich um die Insel als Stadtzentrum wieder zu beleben, jedoch auch ein sehr wesentlicher Bereich, geht es darum die inzwischen leerstehenden Geschäfte wieder zu füllen. Die Lindauer und die Bewohner der umliegenden Gemeinden nutzen ihre Autos, im Vergleich zum Bundesgebiet, sehr stark, was die Zahlen der angemeldeten Fahrzeuge beweisen.
Zwischenzeitlich wurde auf dem Festland am Berliner Platz ein Kaufhaus mit fast 600 zusätzlichen Stellplätzen errichtet. Die
politischen Gruppierungen, die dem Bau des Kaufhauses zugestimmt haben, hatten damals erklärt, dass gleichzeitig eine Strukturverbesserung für die Insel erreicht werden müsse.
Im November 2002 konnte die Freie
Bürgerschaft einen Investor für ein Parkhaus mit ca. 600 Stellplätzen und
einem kleinen Lebensmittelmarkt am
Inselhallenparkplatz gewinnen.
Noch bei den Haushaltsvorberatungen im November
2003 lehnten es die anderen Fraktionen ab,
sich vor weiteren Parkgebühren-Erhöhungen
über das Konzept des Investors zu informieren. Eine
große Empörung in der Bevölkerung war die
Folge.
In der Stadtratsitzung am 27.01.2004
beauftragte der Stadtrat mit großer Mehrheit
die Verwaltung ein entscheidungsreifes Konzept
für ein Parkhaus mit einem Lebensmittelmarkt am
Inselhallenparkplatz vorzulegen. In der Sitzung
vom 17.02.2004 wurde zusätzlich die Einführung
von Schranken am Seeparkplatz und am
Karl-Bever-Platz noch vor dem Sommer 2004
beschlossen. Diese wurden im Mai 2004 in
Betrieb genommen.
Auf Grund des Defizits der Stadt in der
Parkraumbewirtschaftung schlug die Freie
Bürgerschaft bei den Haushaltsberatungen im
November 2004 vor, die Parkraumbewirtschaftung
zu vergeben und den Interessenten für den Bau
eines Parkhauses auf dem Inselhallenparkplatzes
mit anzubieten.
Am 24.02.2005 haben in einer
Stadtrat-Sondersitzung neun Bewerben für den
Bau und den Betrieb eines Parkhauses auf dem
Inselhallenparkplatz ihre Konzepte dem Stadtrat
vorgestellt. In der Stadtratsitzung vom
08.03.2005 entschied sich der Stadtrat zwei
Projekte näher zu durchleuchten. Leider kamen
nur die mit Abstand teuersten Vorschläge in die
engere Auswahl. Selbst Konzepte, bei denen die
Stadt jährlich einen größeren sechsstelligen
Betrag als Erbpacht erhalten hätte werden nicht
näher untersucht. Offensichtlich spielt bei den
Parteien Geld keine Rolle.
In der Stadtratsitzung vom 19.07.2005
entschied sich der Stadtrat eine
kostengünstigere Version näher zu untersuchen.
- Kreisverkehr in Oberreitnau
"Gerda-Hellmann-Platz"
Die Freie Bürgerschaft forderte 2000 in verschiedenen Schreiben an Frau Oberbürgermeisterin Seidl und Landrat Dr.
Bernhardt die Umwandlung der Kreuzungen Bodenseestraße - Unterreitnauer-Straße / Kreisstraße Li6 (Holländerkreuzung in Oberreitnau) und Robert-Bosch-Straße - Bregenzer Straße (Autobahnauffahrt in Zech) in Kreisverkehre. Die Kreuzungen sind unübersichtlich. Bereits zahlreiche schwere Unfälle, zum Teil mit Todesfolge, fanden an diesen Kreuzungen statt.
Zwischenzeitlich wurde gemäß dem Antrag der Freien Bürgerschaft das Ortsschild von Oberreitnau bis zum Beginn der Wohnbebauung in Richtung Schönau versetzt. Damit hatte sich die Geschwindigkeit der Fahrzeuge vor
dieser Kreuzung bereits etwas verringert. Nach dem tragischen Unfall an der Holländerkreuzung
mit Todesfolge erneuerten Günther Brombeiß, Karl Schober und Stephan Bock die Forderung nach einem Kreisverkehr. Eine Entschärfung dieser Kreuzung müsse umgehend angepackt werden. Weitere Verzögerungen seien nicht mehr zu verantworten.
Am 24.März 2003 beschloss der Hauptausschuss
der Stadt Lindau auf Antrag von Günther Brombeiß und Karl
Schober den Bau eines Kreisverkehrs. Möglich
wurde dies durch eine Kostenbeteiligung durch
das Straßenbauamt von 40.000,-- Euro, durch den
Landkreis mit 22.500,-- Euro und bis zu
50.000,-- Euro durch die Stadt. Die Deckung des
Fehlbetrags von bis zu 50.000,-- Euro sagte Frau
Gerda Hellmann aus Oberreitnau zu.
Ohne diese Zusage von Frau Hellmann, die Brombeiß
zuvor vermittelte, wäre
der Antrag auf einen Kreisverkehr aus
Kostengründen abgelehnt worden. Für diesen
Fall wäre nur eine bauliche Veränderung der
Kreuzung mit Verkehrsinseln zum Tragen gekommen.
Einen herzlichen Dank der Spenderin.
Nach Einvernehmen mit den Anliegern und
Durchführung der Ausschreibung konnte am
14.11.2003 mit dem Bau des Kreisverkehrs
begonnen werden. Zwischenzeitlich ist er dem
Verkehr freigegeben. Die offizielle Freigabe mit Segnung durch
Pfarrer Lay und Pfarrer Bihler erfolgte nun am 12. Mai 2004.
Als Dank erhielt der Platz den Namen
Gerda-Hellmann-Platz.
Noch im Jahr 2004 wurde mit dem Umbau der Kreuzung vor der
Autobahnauffahrt in einen Kreisverkehr, einer
langjährigen Forderung der Freien Bürgerschaft
begonnen.
Zwischenzeitlich wurde auch dieser fertiggestellt.
- Bahnhof Lindau: Stadtrat lehnte
die DB-Planung einstimmig ab
Die vorgelegte Planung der DB AG im
Planfeststellungsverfahren wurde vom Stadtrat in
einer Sondersitzung am 15.01.2004 einstimmig
abgelehnt, weil diese keinerlei Rücksicht auf
die geplante Stadtentwicklung nimmt.
Gleichzeitig wurde jedoch auch eine
Alternativplanung für einen Bahnhof in Reutin
mit einer Schienenanbindung der Insel einstimmig
verabschiedet. Parallel zum
Planfeststellungsverfahren finden auch
Gespräche zwischen der Stadt und der Deutschen
Bahn AG statt.
Zur Landtagswahl 2008 sagte Frau
Staatsministerin Müller zu, die
Schienenanbindung der Insel bei der Bahn zu
bestellen. Kurz darauf wurde jedoch erklärt,
dass die Kosten im Wesentlichen von der Stadt
Lindau zu tragen seien. Gleichzeitig legte die
Deutsche Bahn eine neue Berechnung der Kosten
für eine Inselanbindung vor. Diese würden
zwischenzeitlich bei 20 bis 25 Millionen Euro
liegen. Noch vor wenigen Monaten lagen die
Berechnungen bei 8 bis 10 Millionen.
Position der Freien Bürgerschaft Lindau:
"Wer bestellt - bezahlt"
- Limare - Kosten und kein Ende
Zu einem finanziellen Debakel entwickelte sich das Hallenbad Limare. Inzwischen sind Kosten von über
16 Millionen DM angefallen. Als die Entscheidung im Stadtrat anstand, das bestehende Hallenbad auszubauen, wurde dem Stadtrat vom damaligen Oberbürgermeister eine Investition von ca. 4,5 Millionen DM vorgerechnet. Präsentiert wurde ein Projekt aus Mühlheim, bei dem ein Ausbau sogar mit nur 2,5 Millionen DM durchgeführt wurde. Für eine große Lösung im Strandbad Eichwald, zusammen mit einem Investor hätte die Stadt nach Abzug eines Verkaufserlöses für das Grundstück auf dem das heutige Hallenbad steht, 6-7 Millionen DM investieren müssen. Damals entschied sich die Mehrheit des Stadtrates wegen der geringeren Kosten für den Ausbau des bestehenden Bades. Zwischenzeitlich lag der Betrag bereits kurz nach der Planungsphase bei über 10 Millionen DM. Durch den wiederholt gestellten Antrag von Stadtrat Brombeiß wurde der Betrag auf 7 Millionen DM
gedeckelt. Dabei wurde dem Stadtrat eröffnet, dass mit diesen 7 Millionen DM jedoch nur der Neubau errichtet werden könne. Spätere, politisch gewollte Sonderwünsche trieben den Betrag auf über 8 Millionen DM. Aber erst ab diesem Zeitpunkt war dem Stadtrat klar, dass die Renovierung des Altbaus noch erhebliche Zusatzkosten bedeuten würde. Da war es jedoch bereits zu spät. Der Versuch der Freien Bürgerschaft, in der
Werkausschusssitzung im April 2000, wenige Tage
vor der Amtsübernahme durch Frau Seidl, das Projekt nochmals überdenken zu lassen, wurde von der Mehrheit im Ausschuss abgeblockt.
Als man das Projekt begann, wollte man mit der Investition das jährliche Defizit von 550.000,-- DM in den Griff bekommen. Ein Investor für ein Hallenbad im Eichwald-Bad wurde abgelehnt. Die Stadt wollte es unbedingt selbst machen. Heute liegt das jährliche Defizit (nach Abzug der Einnahmen) trotz guter Besucherzahlen bei ca.
2.000.000,-- DM (1.000.000,-- Euro). Hinzu kommen 89.000,-- Euro, welche die Stadt für die Nutzung durch die Vereine und die Schulen zahlt. (Die Gesamteinnahmen durch die Besucher belaufen sich gerade auf
ca. 500.000,-- Euro). Weitere Investitionen in
Höhe von 1,5 Millionen Euro sind notwendig, weil sich der Altbau
und die Technik im
Wesentlichen noch im alten Zustand befindet. Das
heutige Defizit des Limare entspricht weit mehr
als dem
Gesamtdefizit der Einrichtungen Eichwaldbad,
Römerbad, Lindenhofbad, Oberreitnauer Freibad
und der Städtischen Eisbahn zusammen.
Nachdem sich auch im Eichwald-Bad
abzeichnete, dass erhebliche Investitionen (1.5
Millionen Euro) notwendig werden, weil sich die
Becken seitlich zum See senken, setzte sich die
Leitung der Stadtwerke Lindau mit dem damals im
Gespräch befindlichen Investor zusammen und
erarbeiteten einen Vorschlag, wie im Eichwaldbad
ein Vital- und ein Sportbad gebaut werden
könnte. Der Investor, Herr Wund, betreibt
zwischenzeitlich zwei erfolgreiche Vitalbäder
in Erding und Bad Wörishofen. Dort werden
jeweils hohe Millionenbeträge Gewinn erzielt.
In dem für Lindau vorgeschlagenen Konzept wäre
ein Sportbad für die Schulen und Vereine, aber
auch für die Öffentlichkeit integriert. Die
Stadtwerke Lindau wären außerdem am Gewinn
beteiligt. Nähere Details müssen noch
ausgearbeitet werden, dazu gehört auch die
Größe des Beckens im Sportbad. Die Freie
Bürgerschaft Lindau unterstützt eine
Weiterführung dieser Planungen.
Weiterhin gute Kontakte
zwischen Lindau und Lindau

Seit über 25 Jahren bestehen die Kontakte
zwischen Bürgern aus den Städten Lindau
(Bodensee) und Lindau/Anhalt. Zu DDR-Zeiten
waren die menschlichen Kontakte über die
unmenschliche Grenze hinweg für die Bürger
beider Städte von besonderer Bedeutung. In
dieser Zeit kam es zeitweise auch zu
Verhaftungen, weil diese Beziehungen in
Ost-Berlin nicht erwünscht waren. Besonders
Ulrich Maloszyk, der schon damals die Treffen in
Lindau/A maßgeblich vorbereitete, machte sich
für diese Beziehungen zwischen Bürgern der
beiden Städte verdient und ging damals damit ein
großes Risiko ein. Nach der
Wiedervereinigung unterstütze Lindau/B den
Aufbau der Verwaltung in Lindau/A. Zwar kam es
nie zu einer offiziellen Städtepartnerschaft,
doch kommt es noch heute zu regelmäßigen
Begegnungen zwischen Bürgern beider Städte.
Das Interesse am jeweils anderen Lindau ist
weiterhin sehr groß. Neuerdings bemüht sich
auch Frau Pastorin Salome Quos von der evangelischen Kirchengemeinde
in Lindau/A um einen offiziellen Kontakt mit einer
evangelischen Kirchengemeinde in Lindau/B. Im
Mai 2009 kam es zu einem ersten Besuch einer
kleinen Delegation aus der evang.
Kirchengemeinde Christuskirche Lindau-Aeschach
unter Leitung von Pfarrer Andreas Lay in
Lindau/Anhalt. Im September ist ein Gegenbesuch
am Bodensee vorgesehen.

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OB-Wahl 2012
Die Freie Bürgerschaft Lindau und Frau
Oberbürgermeisterin Petra Seidl danken Ihren
Wählerinnen und Wählern, sowie den zahlreichen
Unterstützern während des Wahlkampfes. Wir
hoffen auf einen weiterhin fairen Wahlkampf.
Die Freie Bürgerschaft Lindau nominierte
die amtierende Oberbürgermeisterin Petra Meier
to Bernd-Seidl für die OB-Wahl am 12. Februar
2012.

Frau Seidl hat in ihrer bisherigen
Amtszeit vieles für Lindau bewirkt. Zu ihren
Erfolgen gehören die Umsetzung von Projekten
wie:
- Neubau Kath. Kindergarten Insel
- Generalsanierung des Evang. Kindergarten
Insel inkl. Schaffung von Krippenplätzen
- Familienzentrum inkl. Krippenplätze
- Neueinrichtung von Ganztagesunterricht an
städtischen Schulen
- Einrichtung von Krippenplätzen in
verschiedenen Kindergärten
- Projekt "Soziale Stadt Zech"
- Wohneigentum statt Wohnblocks im Oberen
Rothenmoos
- Umwandlung der GWG in ein erfolgreiches
Unternehmen
- Sanierung des Seniorenheims Reutin
- Rettung des Evang. Heilig Geist Hospitals
- Neue Stadtbücherei
- Umgestaltung des Reutiner Rathauses für
Reutiner Vereine
- Umgestaltung des Freizeitzentrums
Oberreitnau für Vereine
- Umgestaltung der Unterreitnauer Schule für
Vereine
- Bau des Eisstadions
- Sanierung der Dreifachturnhalle
- Erhalt aller Lindauer Bäder durch neue
Betreiberkonzepte
- Ausweisung eines Gewerbegebietes an der
Autobahn und Bestückung mit erfolgreichen
Unternehmen
- Verbesserung der Verkehrssituation durch
den Bau verschiedener Kreisverkehre
- Verhinderung der Abfahrten von der B-31
- Villa Leuchtenberg (Knoten gelöst)
- Erwerb des Lindauer Hafens für die Stadt
In der Umsetzung sind:
- Generalsanierung der Grund- und
Mittelschule Reutin
- Neubau des Kath. Kindergartens Aeschach
inkl. Einrichtung von Krippenplätze
- Sanierung des Evang. Kindergartens Aeschach
inkl. Einrichtung von Krippenplätzen
- Schaffung von Krippenplätzen im
Kindergarten Oberreitnau
- Bau einer neuen Feuerwehrhauptwache
- Verabschiedung eines neuen
Flächennutzungsplans
- Umwandlung Lindaus in einen
High-Tech-Standort im Bereich der
Telekommunikation
- Bau von Bahnunterführungen vor der Insel
- Einrichtung eines zusätzlichen
Bahnhaltepunktes in Reutin bei Beibehaltung
des Hauptbahnhofs auf der Insel
Bei ihrem Amtsantritt übernahm sie ein
schwieriges Erbe. Die Stadt war bereits schwer
verschuldet. Es gelang ihr, dass die Stadt
Lindau seit 2004 keine Nettoneuverschuldung mehr
macht. Rücklagen für anstehende Großprojekte
konnten geschaffen werden. Für 2012 war eine
erste Schuldentilgung in Höhe von 400.000,--
Euro von Frau Seidl vorgesehen. Dies scheiterte
jedoch am Widerstand von CSU, SPD und Freien
Wählern.
Schwierige Zeiten stehen für alle Städte
an. Frau Seidl kennt unsere Stadt mit ihren
Bürgerinnen und Bürger. Sie versteht die
Kräfte unserer Stadt zu bündeln und Lindau
auch in schwierigen Zeiten voran zu bringen.
Bitte schenken Sie am 12. Februar 2012 Frau
Seidl wieder Ihr Vertrauen.
Günther Brombeiß
Links:
www.Seidl-Lindau.de
www.bz-lindau.de
(Lindauer Bürgerzeitung)
www.Lindau.de
(Stadt Lindau)
Kommunalwahl 2008
Am 18.10.2007 nominierte die Freie
Bürgerschaft Lindau ihre Kandidaten für die
Stadtratswahl 2008 und am 29.11.2007 ihre
Kandidaten für die Kreistagswahl 2008. Eine Auflistung der
Kandidaten finden Sie unter der Rubrik
"Kandidaten"
Am 29.11.2007 nominierte die Freie
Bürgerschaft Stephan Bock zum Kandidaten für
das Amt des Landrates. (Näheres unter: www.unserlandrat.li
)
Vision: Lindau 2015
In Lindau hat sich etwas bewegt. Die
meisten Verkehrsprobleme sind gelöst. Der
Durchgangsverkehr wurde auf die B-31 und das
gebühren- und mautfreie Autobahnteilstück
zwischen der Grenze und der Ausfahrt
Weißensberg abgeleitet. Am Inselhallenparkplatz
wurde eine Hoch- Tiefgarage mit einem
Lebensmittelmarkt errichtet. Eine weitere
Tiefgarage ist unter der freigewordenen
Bahnfläche auf der westlichen Insel entstanden.
Der Inselkern steht zum Parken nur noch für
Anlieger und Kurzzeitparker zur Verfügung. Der
Berliner Platz wurde durch eine neue
Verkehrsführung im Kreisverkehr und einer
Unterführung geordnet. Das Radwegenetz wurde
ausgebaut. Der Stadtbus konnte trotz der
massiven Reduzierungen der Förderung durch den
Freistaat Bayern erhalten werden. Die kleineren
Weiler im Stadtgebiet wurden durch ein
Ruftaxi-System an das Bussystem
angebunden.
Der Hauptbahnhof befindet sich in Reutin.
Die Stadt konnte das Bayerische
Wirtschaftsministerium endlich davon
überzeugen, die Insel weiterhin an das
Schienennahverkehrsnetz anzubinden. Einer
Anbindung Lindaus einschließlich der Insel an
eine Bodensee-Ringbahn steht nichts mehr im
Wege. Durch die Elektrifizierung der
Bahnlinien konnte die Feinstaubbelastung
erheblich reduziert werden. Auf den
freigewordenen Bahnflächen in Reutin wurden mit
Hilfe einer wirtschaftsfreundlichen
Stadtverwaltung neue Betriebe angesiedelt. Die
Betriebe und der Handel haben einen
Ansprechpartner in der Stadtverwaltung, der sie
unterstützt und fördert. So konnten neue
Arbeitsplätze geschaffen werden. Es wurde ein
modernes Telekommunikationsnetz aufgebaut. Auch
die ländlichen Gebiete im Stadtgebiet sind
daran angeschlossen.
Es bestehen ausreichend Krippenplätze
für Kleinkinder. Diese Plätze wurden in den
bestehenden Kindergärten untergebracht. Die
städtischen Schulen werden in Zusammenarbeit
von Stadtbauamt und GWG renoviert und auf den
neuesten Stand gebracht. Mittagsbetreuungen
konnten an allen Schulen und Ganztagsbetreuungen
an mehreren Schulen errichtet werden. Für die
Jugend wurde ein Jugendparlament und für die
Senioren ein Seniorenparlament eingerichtet. Die
Beschlüsse dieser Parlamente müssen im
Stadtrat behandelt werden.
Lindau hat sein Tagungsgeschäft und die
Fremdenverkehrssaison ausbauen bzw. verlängern
können. Das neue Tagungszentrum am Bahnhof ist
gut angenommen worden. Die westliche Insel
entwickelt sich zu einer Parklandschaft mit
zusätzlichem Wohnraum, Geschäften, Cafés und
einem Forum für die Jugend. Der Hafen ist im
Eigentum der Stadt und wurde schrittweise
hergerichtet. Mehrmals im Jahr finden
Veranstaltungen für Lindauer und Gäste auf dem
neuen Hafenplatz statt.
Lindau hat sich den Ruf erworben, nicht
nur eine schöne Stadt in herrlicher Lage zu
sein, sondern auch eine Stadt, in der engagierte
Bürger etwas bewegen können.
Fragen zu unserer
Vision? Bitte setzen Sie sich
mit uns in Verbindung.
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Pressemitteilung von
Kreisrätin Petra Meier to Bernd-Seidl
(Oberbürgermeisterin) vom 17.02.2011:
Ich habe den Vorsitzenden der CSU -
Kreistagsfraktion sowie den Landrat darüber
informiert, dass ich mit sofortiger Wirkung
meinen Austritt aus der CSU - Kreistagsfraktion
erkläre.
Ich betone ausdrücklich, dass dieser
Austritt keinerlei Zusammenhang mit der - bis
heute uneingeschränkt fachlich, wie menschlich
angenehmen - Zusammenarbeit innerhalb der CSU -
Kreistagsfraktion hat.
Zu diesem Schritt sehe ich mich vielmehr
ausschließlich aus den nachfolgenden Gründen
veranlasst:
In den vergangenen Wochen musste ich zu
meiner Verwunderung feststellen, dass führende
Vertreter der CSU aus der Stadt Lindau
offenkundig hinter meinem Rücken politische
Weichenstellungen zu inszenieren versuchen, ohne
dieses auch nur im Ansatz mit mir zu erörtern.
Dies stellt nicht nur den bislang zwischen mir
und der CSU stets praktizierten offenen und
kommunikativen Umgang in Frage, sondern zeigt,
dass es ungeachtet normaler unterschiedlicher
Auffassungen in einzelnen Sachfragen offenbar
prinzipielle Schwierigkeiten im politischen
Dialog miteinander gibt. Diese Zusammenhänge
erst durch eigene Intervention erfahren zu
müssen, widerspricht nicht nur meinem
Verständnis von offenem und ehrlichen Umgang
miteinander, sondern stellt einen
Vertrauensbruch dar, der die bisherige enge
politische Arbeit zumindest zu führenden
Repräsentanten der CSU in der Stadt Lindau in
Frage stellen muss.
Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass es
für manche CSU - Mitglieder wichtig erscheint,
Spitzenämter mit Parteimitgliedern besetzt zu
wissen. Dennoch habe ich mir wiederholt gemachte
Angebote, in die CSU einzutreten, stets
abgelehnt. Von Anbeginn meiner Zusammenarbeit
mit der CSU in Lindau habe ich immer betont,
dass mir meine parteipolitische Unabhängigkeit
wertvoll ist, und dies nach meiner Meinung
gerade in der Kommunalpolitik ein wichtiges Gut
darstellt.
Die Erfahrungen der vergangenen Wochen
zeigen mir, dass es mit meinem Verständnis von
politisch und menschlich ehrlichen Umgang
miteinander für mich nicht länger vereinbar
ist, auch auf Kreisebene mit einzelnen
Vertretern der CSU aus der Stadt Lindau
gemeinsam ehrlich Politik zu gestalten, bei
denen ich mir des für mich wichtigen
Grundkonsenses eines fairen Umganges miteinander
nicht mehr sicher bin.
Zugleich möchte ich aber die konstruktive
Arbeit innerhalb der CSU - Kreistagsfraktion mit
diesem speziellen Problem nicht belasten. Mein
Austritt ist damit für mich die folgerichtige
Konsequenz.
Bei der Kreistagswahl 2008 bin ich mit
einem deutlichen Stimmenpotential als
Kreisrätin wiedergewählt worden. Den damit
verbundenen Wählerauftrag werde ich
selbstverständlich auch weiterhin engagiert und
verantwortungsvoll - genauso wie meine Aufgabe
als Oberbürgermeisterin der Stadt Lindau -
wahrnehmen. Meine ehrenamtliche Arbeit auf
Kreisebene beabsichtige ich künftig mit
gleicher Entschlossenheit innerhalb der
Kreistagsfraktion der Freien Bürgerschaft
Lindau e.V. nachzukommen.
Lindau, 17.02.2011
Petra Meier to Bernd-Seidl, Kreisrätin
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Bahnhof Lindau:
13.07.2011: Stellungnahme zur
aktuellen Standortdiskussion zum Lindauer
Bahnhof
gez. Günther Brombeiß
08.08.2011:
Am 05.08.2011 fand im Bayerischen
Wirtschaftsministerium eine Gesprächsrunde mit
Vertretern des Ministeriums, der Bayerischen
Eisenbahngesellschaft, der Deutschen Bahn AG,
Frau Oberbürgermeisterin Seidl, Vertretern der
Stadtratsfraktionen und der Stadtverwaltung
statt. Als Ergebnisse gilt es festzuhalten, dass
bei einer Entscheidung für einen Bahnhof nur
auf der Insel die Fernverkehrsverbindung Zürich
- München welche in den nächsten Jahren
ausgebaut werden soll, nicht mehr in Lindau
halten wird. Dass bei einer Entscheidung für
einen Bahnhof in Reutin die Schienenanbindung
der Insel nicht aufrecht erhalten bleibt und der
Freistaat Bayern eine solche auch nicht
bestellen wird. Dennoch setzte sich Frau Seidl
vehement für weitere Haltestellen neben einem
Hauptbahnhof im Stadtgebiet ein. Der Freistaat
Bayern und im Besonderen die Bayerische
Eisenbahngesellschaft haben Verständnis dafür
gezeigt, dass der Wunsch am Bodensee besteht,
die Insel weiterhin angebunden zu lassen, haben
jedoch auch großes Interesse daran, dass alle
Fernverkehrsverbindungen weiterhin in Lindau
halten. Aus diesem Grund wird im Auftrag des
Bayerischen Wirtschaftsministeriums geprüft, ob
es möglich wäre, dass der Lindauer
Hauptbahnhof auf der Insel bleibt und
gleichzeitig eine Haltestelle in Reutin für die
Fernverkehrszüge und die österreichischen
Zugverbindungen eingerichtet wird. Der Freistaat
Bayern wäre bereit, sich an den Kosten zu
beteiligen. Weitere Haltestellen werden jedoch
abgelehnt. Die Deutsche Bahn erklärte, dass sie
einer solchen Lösung gegenüber offen sei, eine
zusätzliche Kostenbeteiligung lehne sie jedoch
ab. Das Ergebnis dieser Untersuchungen soll bis
Ende September vorliegen.
26.09.2011:
Die Berechnungen von Deutscher Bahn, der
Bayer. Eisenbahngesellschaft und der Stadt
ergaben, dass die zusätzlichen Kosten für die
Stadt nach Abzug des Zuschusses des Freistaates
Bayern für eine zusätzliche Haltestelle in
Reutin 2,7 Mio. € (max. 3 Mio. €) kosten
würde. Damit ergibt sich folgender Vergleich:
Hauptbahnhof
Insel:
Ein Hauptbahnhof auf der
Insel wird am besten den touristischen
Anforderungen gerecht. Er stärkt die Insel als
Stadtzentrum.
Auch bei einer Beibehaltung
des Hauptbahnhofs auf der Insel werden dort
erhebliche Flächen frei.
Der Inselbahnhof und die
Zugänge würden auf einen wesentlich besseren
Stand gebracht
werden.
Bei einer Beibehaltung des
Hauptbahnhofs auf der Insel nimmt der
Schienenverkehr zwischen Holdereggenpark und
Reutin nicht standortbedingt zu. Durch die
Elektrifizierung der Strecke in Richtung München
werden auch die meisten Güterzüge mit
den wesentlich leiseren und schadstoffärmeren
elektrischen Lokomotiven versehen. Aus diesem
Grund werden wahrscheinlich keine
Schallschutzmauern entlang der Bahnlinie am
Aeschacher Ufer gebaut.
Die Züge der
Fernverkehrsverbindung Zürich – München
werden in Zukunft einen Inselbahnhof nicht mehr
anfahren. Die Anzahl dieser Verbindungen
soll nach Fertigstellung der
durchgehenden Elektrifizierung erhöht werden.
Zur Anbindung der
Westlichen Insel müssen Thirschbrücke und der
Fußgängerüberweg erneuert werden. Außerdem
sollte eine Unterführung für Radfahrer und Fußgänger
am Eisenbahndamm, auf dem Festland entstehen.
Kosten für die Stadt:
2,77 Mio. €
Hauptbahnhof
Reutin:
Ein Bahnhof in Reutin ist für die Mehrzahl der
Lindauer besser erreichbar.
Es würde ein neuer,
moderner Bahnhof errichtet werden, der jedoch
nach den Ansprüchen der DB ausgerichtet wäre.
Für die Einbindung einer späteren
Bodensee-S-Bahn wären ergänzende Baumaßnahmen
notwendig.
Mit der Verlegung des
Hauptbahnhofs nach Reutin kann auf der Insel
eine ununterbrochene Stadtentwicklung einschl.
der Westlichen Insel erfolgen.
Bei einer Entscheidung für
einen Hauptbahnhof in Reutin erhöht sich der
Schienenverkehr zwischen Holdereggenpark und
Reutin erheblich. Es entsteht dadurch ein
Anspruch der Anlieger auf Schallschutz durch
Schallschutzmauern.
Bei einem neuen
Hauptbahnhof in Reutin ohne Schienenanbindung
der Insel müsste entweder eine neue, direkte
Busverbindung zwischen Reutin und der Insel
eingerichtet oder der ZUP an den neuen Bahnhof
verlegt werden. Eine Verlegung des ZUP würde
bedeuten, dass Ober- und Unterreitnau, sowie
Schachen nicht mehr im Halbstundentakt
erreichbar wären. Ein Neubau eines Bahnhofs in
Reutin bei gleichzeitiger Beibehaltung einer
Schienenanbindung auf die Insel wird aufgrund
der hohen Kosten nicht mehr weiter verfolgt.
Bei einer Verwirklichung
der von der Bahn vorgelegten Planung für einen
Reutiner Bahnhof würde der Verkehr in der
Bregenzer Straße zusammenbrechen.
Kosten für die Stadt: 3,85
- 5,85 Mio. € (Abhängig vom Umfang der
Straßenanbindung, Parkplätze usw.)
Zusätzliche Kosten: mind. 520.000,-- €
jährlich für eine direkte Busverbindung zur
Insel.
Die
Kombilösung
Das Bayerische Wirtschaftsministerium, welches für
die Anzahl der Bahnhaltepunkte in Lindau zuständig
ist, und die Bayerische Eisenbahngesellschaft möchten,
dass weiterhin alle Schienen-Fernverbindungen in
Lindau halten. Gleichzeitig besteht Verständnis
dafür, dass die Insel möglichst angebunden
bleiben soll. Aus diesem Grund brachte das
Bayerische Wirtschaftsministerium
eine Lösung mit Beibehaltung des
Inselbahnhofs und einer Haltestelle in Reutin für
Nah- und Fernverkehrszüge aus Österreich und
Schweiz ins Gespräch. Der Freistaat Bayern würde
sich an den Mehrkosten mit 3.5 Millionen Euro
beteiligen. Die Verbindung zwischen dem
Hauptbahnhof aus der Insel und der Haltestelle
in Reutin könnte die halbstündige
S-Bahn-Verbindung aus Österreich übernehmen.
Eine entsprechende Bestellung würde der
Freistaat Bayern erteilen.
Ein solcher Kompromiss könnte
eine Spaltung der Lindauer Bevölkerung
vermeiden.
Die Stadt würde
bahntechnisch nichts verlieren, sie würde
vielmehr eine zusätzliche Haltestelle
dazugewinnen. Die Insel würde dadurch
auf Dauer am Schienenverkehr angebunden bleiben,
ohne dass Lindau auf den Halt der
Fernverkehrsverbindungen verzichten müsste.
Damit wäre gesichert, dass
eine zukünftige Bodensee-S-Bahn Haltestellen in
Reutin, auf der Insel und in Aeschach vorfinden
würde.
Kosten für die Stadt:
-Haltestelle in Reutin: 2,7 – max.3,0
Mio. € + 2 Mio. für Anbindung (Straße,
Parkplätze usw.)
-Thirschbrücke,
Fußgängerüberweg, Unterführung Festland: 2,77
Mio. €
Gesamtkosten: ca. 7,5 bis
7,8 Mio.
€
Auf
Anregung von Frau Oberbürgermeisterin Petra
Meier to Bernd-Seidl treffen die Bürgerinnen
und Bürger von Lindau die
endgültige Entscheidung in einem Ratsentscheid (Bürgerentscheid).
28.09.2011:
Festlegung der Position der Freien Bürgerschaft
Lindau zur Standortdiskussion zum Lindauer
Bahnhof
Frau
Oberbürgermeisterin Seidl und die Freie
Bürgerschaft Lindau sprechen sich nach
Gegenüberstellung aller Vor- und Nachteile der
einzelnen Varianten für eine Umsetzung der
Kombilösung aus. Dieses Ergebnis, das auch
durch die Verhandlungen von Frau Seidl zustande
kam, kommt den vielschichtigen Bedürfnissen
unserer Stadt am nächsten. Einerseits ist es
wichtig, dass das Tourismuszentrum Insel
weiterhin auf der Schiene angebunden bleibt. Ein
Schienenersatzverkehr auf der Straße könnte
den bestehenden Bedürfnissen nicht gerecht
werden. Andererseits bleibt Lindau bei dieser
Lösung weiterhin ein fester Haltepunkt für den
Schienenfernverkehr, was für den
Wirtschaftsstandort Lindau von großer Bedeutung
ist. Ein Bahnhof allein in Reutin würde
Folgekosten mit sich bringen, die sich die Stadt
nicht leisten kann. Auch eine Gefährdung des
gesamten Stadtbussystems wäre die Folge. Bei
einem Bahnhof allein auf der Insel würden die
Fernverkehrszüge in Zukunft an Lindau
vorbeifahren. Die endgültige Entscheidung
sollten die Bürgerinnen und Bürger von Lindau
in einem Ratsentscheid (Bürgerentscheid)
treffen.
25.10.2011: Stadtrat
entscheidet sich mit 20:10 Stimmen für die
Kombilösung und verabschiedet ein Ratsbegehren,
sodass die Bürgerinnen und Bürger am
11.12.2011 der Stadtratsentscheidung zustimmen
oder sie ablehnen kann.
Info-Flyer (bitte
anklicken)
11.12.2011: Im
Bürgerentscheid bekommt die die Kombilösung
mit 61 Prozent eine deutliche Mehrheit. Die
Wahlbeteiligung liegt bei 41 Prozent. Für einen
Bürgerentscheid ist dies ein sehr hoher Wert.
13.12.2011: Die CSU
hält an ihrem Bürgerentscheid, gemäß dem die
Stadt Verhandlungen für einen Hauptbahnhof mit
einer eingleisigen Inselanbindung aufnehmen
solle, fest. Dieser Bürgerentscheid soll nun am
18. März 2012 durchgeführt werden. Bis dahin
darf die Stadt keinerlei Planungen im Sinne der
Kombilösung vornehmen. Deutsche Bahn und
Freistaat Bayern erklärten zwischenzeitlich,
dass sie sich nicht an diese Sperre gebunden
fühlen und werden Kombilösung weiter
vorbereiten.
18.03.2012: Eine
Mehrheit von 54% entscheidet sich dafür, dass
die Stadt Verhandlungen für einen Hauptbahnhof
in Reutin mit einer eingleisigen Inselanbindung
aufnehmen soll. Damit ist die Kombilösung
wieder vom Tisch. Die Verhandlungen beginnen von
vorn.
Aus dem Archiv:
April 1997: Deutsche Bahn und Bayer.
Wirtschaftsministerium propagieren Lindau 21.
Danach stehen drei Standorte für den
zukünftigen Lindauer Hauptbahnhof zur
Diskussion. Die sind Reutin, Karl-Bever-Platz
oder Beibehaltung auf der Insel. Der Lindauer
Stadtrat erklärt, dass er die Bahnfläche am
Karl-Bever-Platz zu gering für einen
ausreichenden Bahnhof hält.
Februar 1999: Die Deutsche Bahn erklärt, dass sie
im Falle eines neuen Hauptbahnhofs in Reutin die Infrastruktur für einen Regionalbahnhof auf der Insel erhalten würde, wenn der Freistaat Bayern die Regionalzüge auf die Insel bestellen würde.
Juni 1999: Der Stadtrat lehnt
eine Verlegung des Hauptbahnhofs nach Reutin bei
Beibehaltung einer Haltestelle für
Nahverkehrszüge auf der Insel mit 15:15 Stimmen
ab, weil die Zusage der Bestellung durch
Staatsminister Wiesheu (CSU) aussteht.
Gleichzeitig lehnt der Stadtrat eine
Beibehaltung des Inselbahnhofs mit 15:15 Stimmen
ab.
September 2000: Der bayerische Staatsminister Wiesheu lässt
durch die örtliche CSU erklären, dass er die Regionalverbindungen auf die Insel bestellt.
Mai 2001: Deutsche Bahn und Minister Wiesheu bieten der Stadt für einen Pendelzug ein Gleis von Reutin auf die Insel an. Dafür soll sich die Stadt mit ca. 1 Millionen DM
im Jahr an den Kosten beteiligen. Dies wird vom
Stadtrat einstimmig (inkl. der Stimmen der CSU)
abgelehnt.
Oktober 2001: Nach heftigem Protest aus dem Stadtrat bietet Herr Wiesheu an, die Regionalzüge aus Friedrichshafen erst nach Reutin und dann über das Pendelgleis auch auf die Insel fahren zu lassen. Eine Schleife von Aeschach nach Reutin über die Insel lehnt er jedoch ab. Dabei wäre gerade auch die Verbindung nach Aeschach wichtig, damit alle Regionalverbindungen auf die Insel fahren könnten. Ohne diese Verbindung wäre eine Anbindung der Insel für Privatbahnen
(Bodensee-Ringbahn) nicht interessant. Dagegen finanziert das Land Baden-Württemberg in der Stadt Laupheim die sogenannte Südkurve, um die Regionalzüge eine Schleife über den Innenstadtbahnhof fahren zu lassen.
In Lindau müsste nur ein Teil der bestehenden
Infrastruktur erhalten werden. Lindau gehört jedoch zu Bayern....
August 2003: Minister Otto Wiesheu fordert
die Stadt auf, die Planungen der Bahn (ohne
Inselanbindung) uneingeschränkt zu akzeptieren. Dies obwohl
seine eigene Fachleute in der Bayerischen
Eisenbahngesellschaft die Position der Stadt
Lindau unterstützen.
Januar 2004: Der Stadtrat lehnt
einstimmig (inkl. den Stimmen der CSU) die Planung der DB AG eines Bahnhofs
in Reutin ohne Schienenanbindung der Insel ab.
Gleichzeitig wird vom Stadtrat einstimmig eine
Alternativplanung für einen Bahnhof in Reutin
mit einer Schienenanbindung der Insel
verabschiedet.
April 2004: Die Regierung von Schwaben
führt das Anhörungsverfahren zu den
eingereichten Einsprüchen durch. Eine
Annäherung der Positionen findet kaum statt.
April 2005: Die Bahn (Hr. Dr. Rauscher) erklärt erneut, dass
sie einen Bahnhof auf der Insel anfahren würde,
wenn dies vom Bayerischen Wirtschaftsministerium
bestellt würde.
Juli 2007: Die Bahn (Hr. Pichler) erneuert
ihre Aussage, dass sie einen Bahnhof auf der
Insel erhalten und auch anfahren würde, wenn
dies vom Bayerischen Wirtschaftsministerium
bestellt würde. Es läge jedoch weiterhin keine
Bestellung vor.
Mai 2008: Die Freie Bürgerschaft fordert
Frau Oberbürgermeisterin Seidl erneut auf, eine
belastbare Erklärung von Frau Staatsministerin
Müller zur Inselanbindung einzufordern.
Juni 2008: Frau Staatsministerin Müller
(CSU) sagt im Landtagswahlkampf gegenüber der
Lindauer Zeitung zu, die Inselanbindung zu
bestellen und zu finanzieren.
August 2008: Nach Aussage von Frau
Staatsministerin Müller soll die Stadt Lindau
im Wesentlichen die Kosten für die
Inselanbindung (20 bis 25 Millionen Euro)
übernehmen.
Juni 2011: Die Deutsche Bahn erklärt,
dass sie das Planfeststellungsverfahren für
einen Bahnhof in Reutin abbricht. Die Stadt
solle noch 2011 entscheiden, ob der Bahnhof in
Zukunft in Reutin oder auf der Insel sein soll.
Sollte keine Entscheidung von der Stadt
getroffen werden, bleibe der Bahnhof auf der
Insel.
September 2011: Der Bayerische
Wirtschaftsminister Zeil (FDP) spricht sich für
einen möglichen Kompromiss (Hauptbahnhof auf
der Insel + Haltestelle für
Fernverkehrsverbindungen in Reutin) aus. Er sagt
zu, dass sich der Freistaat Bayern an den Kosten
der Kombilösung mit 3,5 Mio. Euro beteiligen würde.
Oktober 2011: Der Stadtrat entscheidet
sich mit 20:10 Stimmen für die Kombilösung und
verabschiedet einen entsprechenden
Ratsentscheid.
November 2011: Die CSU beginnt
Unterschriften für einen Bürgerentscheid zu
sammeln der darauf abzielt, dass die Stadt
Verhandlungen führen solle, um einen Hauptbahnhof in Reutin
und eine
eingleisige Schienenanbindung zur Insel zu erhalten.
Die Deutsche Bahn bestätigt, dass die von
der CSU propagierte Lösung die Stadt mindestens
15,6 Mio. Euro kosten würde.
Dezember 2011: In einem Bürgerentscheid
stimmen 61 Prozent der Wähler für die
Kombilösung. Dennoch hält die CSU an ihrem
Bürgerentscheid fest. Dieser soll am 18.03.2012
durchgeführt werden. Bis dahin darf die Stadt
keine Planungen im Sinne der Kombilösung
verfolgen.
Bilder aus Lindau/Anhalt:




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